alfatraining Lehrgangsinhalte Social Media Marketing Manager/-in – Medienmarkt und Medienwandel

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Social Media Marketing Manager/-in

 

 

 

 

 

1. Medienmarkt und Medienwandel

 

 

 

Digitalisierung, Zeitungssterben, twitternde US-Präsidenten, der Medienmarkt befindet sich im Wandel wie in keiner Generation zuvor. Das haben auch die Entscheidungsträger großer Medienanstalten und -Konzerne längst erkannt. Wie Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, beispielsweise, der auf den Münchner Medientagen im Oktober 2010 sagte:

„Die Medienlandschaft steht vor einer Revolution. Ich sehe die Gesellschaft in einem Umbruch solchen Ausmaßes, wie es ihn in der Geschichte der Menschheit bislang nur drei Mal gegeben hat: Erst die Entstehung der Sprache, dann die der Schrift und schließlich der Buchdruck.
Die neue Herausforderung: Die Digitalisierung unseres Lebens. Wir ahnen, dass es gravierende Veränderungen sein werden und ich sehe darin wesentlich mehr Chancen als Risiken.“

 

 

Entwicklung der verkauften Auflage der Tageszeitungen in Deutschland in ausgewählten Jahren von 1991 bis 2016 (in Millionen Exemplaren) (Quelle: Deutschland; Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger; Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern; Experte(n) (Walter J. Schütz); 1991 bis 2016, ausgewählte Jahre.)
Entwicklung der verkauften Auflage der Tageszeitungen in Deutschland in ausgewählten Jahren von 1991 bis 2016 (in Millionen Exemplaren) (Quelle: Deutschland; Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger; Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern; Experte(n) (Walter J. Schütz); 1991 bis 2016, ausgewählte Jahre.)

 

Anteil der Internetnutzer in Deutschland in den Jahren 2001 bis 2016. (Erhebung durch Kantar TNS; 30.175 Befragte (2016); ab 14 Jahre )
Anteil der Internetnutzer in Deutschland in den Jahren 2001 bis 2016. (Erhebung durch Kantar TNS; 30.175 Befragte (2016); ab 14 Jahre )

 

 

 

Drei Nutzergruppen

 

Medienforscher Jesko Kaltenbaek von der FU Berlin unterscheidet zwischen drei Nutzergruppen: „Zum einen die traditionellen Leser, die dem Lesen von gedruckten Materialien eindeutig den Vorzug geben gegenüber Bildschirmtexten. Eine zweite Gruppe bilden die Netzleser. Sie sind es gewohnt, Texte am Bildschirm zu lesen und haben oft keine Tageszeitung abonniert. Eine dritte Gruppe bilden die flexiblen Leser, die sich ihre Informationen je nach Bedarf und Möglichkeit gedruckt oder virtuell zusammenstellen.

Im Netz hat der Leser die freie Auswahl. Die Inhalte sind nicht vorselektiert wie bei der Zeitung. Über die Suchmaschinen erscheint in Sekunden der gewünschte Inhalt auf dem Schirm. RSS-Reader laden automatisch die neuesten Artikel herunter. Onlinemagazine sind ähnlich angelegt wie die gedruckten Varianten. Sie versorgen den Leser mit Neuigkeiten aus den verschiedenen Ressorts, liefern Storys und Hintergrundinformationen zu beliebigen Themen.

Obwohl die Nachrichten- und Magazinmedien im Web und in gedruckter Form scheinbar das gleiche Publikum anvisieren, bedeutet das nicht automatisch, dass sie sich gegenseitig kannibalisieren. Zeitungsleser lesen anders als Onlineleser: „Eine Tageszeitung schlägt man am Küchentisch auf, faltet man neben der Marmelade und der Butter zusammen, lässt man in der U-Bahn oder im Bus liegen„, sagt Kaltenbaek. (Quelle: http://www.netzwelt.de/news/75198_2-massenmedien-wandel-zeitungen-zeitschriften.html)

 

 

 

Was macht diese Medien-Vielfalt mit dem Leser / der Leserin? Was passiert da genau?

Video -> Beitrag von Prof. Dr. Peter Kruse bei der 4. Sitzung der Enquete Kommission Netzpolitik, 2010 (http://www.youtube.com/watch?v=sboGELOPuKE)

 

 

(Länge ca. 3:30 Minuten)

 

 

Nichts hat in den kommerziellen Medien mehr Gewicht, als die Zielgruppe zu kennen und gezielt zu bedienen. Denn je konkreter sich die Leser eingrenzen lassen, desto interessanter sind die Medien für Unternehmen. Viele Produkte kommen nur für eine eingegrenzte Gruppe in Frage. Aus diesem Grund versuchen die Unternehmen, die so genannten „Streuverluste“ bei der Werbung so gering wie möglich zu halten. Und das klappt am besten im Social Web.

 

 

 

 

Web 2.0 – Das „Mitmach-Internet“

Web 2.0 ist ein Schlagwort, das für eine Reihe interaktiver und kollaborativer Elemente des Internets, speziell des World Wide Webs, verwendet wird. Dabei konsumiert der Nutzer nicht nur den Inhalt, er stellt als Prosument selbst Inhalt zur Verfügung. Der Begriff postuliert in Anlehnung an die Versionsnummern von Softwareprodukten eine neue Generation des Webs und grenzt diese von früheren Nutzungsarten ab. Die Verwendung des Begriffs nimmt jedoch zugunsten des Begriffs Social Media ab.
Der Begriff Web 2.0 wurde im Dezember 2003 in der US-Ausgabe „Fast-Forward 2010 – The Fate of IT“ der Zeitschrift CIO in dem Artikel „2004 – The Year of Web Services“ von Eric Knorr, Chefredakteur des IDG Magazins InfoWorld, erstmals gegenüber einer breiten Öffentlichkeit erwähnt.

 

(Quelle: Online Lehrbuch Web 2.0 - Social Media, Autoren: Dr. Ragnar Müller / Prof. Dr. Wolfgang Schumann)
(Quelle: Online Lehrbuch Web 2.0 – Social Media, Autoren: Dr. Ragnar Müller / Prof. Dr. Wolfgang Schumann)

 

 

 

 

Als Prosument wird ein Konsument, also Kunde oder Verbraucher, bezeichnet, der gleichzeitig auch Produzent ist. Der Begriff wird in Verbindung mit nutzergenerierten Inhalten (User-generated Content) verwendet. Beispiel wäre hier ein Blogger, der sowohl Artikel liest als auch selbst welche schreibt (produziert).

 

 

 

Elemente WEB 2.0

    Wiki: eine Ansammlung von Webseiten, die von Benutzern frei erstellt und überarbeitet werden können
    Blog (Web + Log (buch)): Wird oftmals als Tagebuch im Internet bezeichnet. Ein festgelegter Autorenkreis verfasst Einträge, die in chronologisch umgekehrter Reihenfolge aufgelistet werden. Der Leser kann Kommentare zu den Einträgen verfassen.
    -> Beispiel: www.thomashutter.com
    Podcast: bezeichnet das Veröffentlichen von Audio- und Videodateien im Internet
    Soziale Netzwerke: stellen soziale Beziehungen im Internet dar. Sie ermöglichen es dem Nutzer, ein Profil zu erstellen und Kontakte zu verwalten. Meist können sich die Mitglieder in Gruppen oder Communitys untereinander austauschen.

 

 

(Quelle: Flat World Business WordPress.com)
(Quelle: Flat World Business WordPress.com)

 

 

 

 

 

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