6.1b Corporate Content: Texten und Publizieren – Definition(en), K.I.S.S., AIDA, Teaser

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Social Media Marketing Manager/-in

 

 

 

 

 

6.1b Corporate Content – Texten und Publizieren – Defintion(en), K.I.S.S., AIDA, Teaser

 

Content-Marketing und Content-Strategie sind die neuen Königsdisziplinen für eine erfolgreiche Business-Kommunikation und den Aufbau einer starken Online-Firmen-/Agentur-Präsenz. Um sich von den Marketing-, SEO- und Social-Media-Kollegen nicht das Wasser abgraben zu lassen, sollten sich PR-Profis möglichst rasch von klassischen PR- und Marketing-Mustern verabschieden und die Möglichkeiten, Firmen-News ohne Mittler selbst im Netz zu verbreiten, kennenlernen und nutzen.

Dazu gehört auch, dass PR-Mitarbieter sich gegenüber anderen Disziplinen öffenen: dass sie ein Grundverständnis für das Thema Webtext mit den neuen Anforderungen an den Online-Auftritt (inkl. SEO) entwickeln, das Handwerk einer erfolgreichen Social-Media-Kommunikation erlernen und die fachlichen Anforderungen an ein erfolgreiches Content-Marketing aus dem Effeff beherrschen.

 

 

Die Gründe dafür, warum ein Unternehmen seine PR- und Marketing-Verantwortlichen für das Internet fit machen sollte, erschließt sich rasch, wenn man sich einmal ein paar Webnutzfakten genauer ansieht:

    – 98 % aller Journalisten gehen täglich online
    – 92 % der Journalisten nutzen das Web für ihre Recherchearbeit
    – 76 % gehen online, um neue Quellen, Experten oder Informationen zu finden
    – 73 % nutzen das Web für die Suche nach Pressemeldungen

(Quelle: Jon Wuebben, Content is currency. Boston, 2012)

 

 

Unterschiede Klassische PR – Online PR

(Quelle: Stephanie Kowalski)
(Quelle: Stephanie Kowalski)
(Quelle: Stephanie Kowalski Blog)

 

 

Neben der Tatsache, dass die Reichweite auf der einen (klassisch) durch Medien- und Redaktionsverteiler begrenzt ist und auf der anderen Seite unbegrenzt, und die Verfügbarkeit von Online-Angeboten dauerhaft zur Verfügung steht, muss auf der Online-PR-Seite eine ganz neue Eigenschaft gelernt werden: Begeisterung entfachen! Sie müssen jetzt mit Inhalten begeistern!

 

 

Eine kleine Hilfestellung bietet Dir dazu der Blogbeitrag von Kerstin Hoffman: „Was tun, wenn die eigene Botschaft einmal besonders wichtig ist?“ -> https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/soziale-netzwerke-botschaften-ankommen/

 

 

 

 

Wie stelle ich meine Pressemitteilungen online – der Teaser – im Social Media Newsroom

Viele Presse-(Unter-)Seiten fristen ein trauriges Dasein neben Seiten einer Firmen-Webpräsenz: Die aktuellen PMs werden meist lieblos als pdf-Dateien verlinkt – ohne ansprechende Aufmachung, die etwas über die Meldung sagen würde. Da kommt der Teaser ins Spiel! Der Teaser (engl. tease: „reizen, necken“) oder Anriss(text) ist in der Werbe- und Journalismussprache ein kurzes Text- oder Bildelement, das zum Weiterlesen, -hören, -sehen, -klicken verleiten soll. Es steht häufig auf der Frontseite einer Presse- oder Social-Media-Übersicht oder der ersten Seite eines Mediums und weist dort auf den eigentlichen Beitrag hin.

 

 

(Quelle: Screenshot von PR-Blogger.de)
(Quelle: Screenshot von PR-Blogger.de)

Link zum Newsroom: -> https://www.burda.com/de/news/

 

 

(Quelle: Connektar.de)
(Quelle: Connektar.de)

Link zum R+V Newsroom -> https://www.ruv-newsroom.de/

 

 

Beispiele, wie ich einen Social-Media-Newsroom aufbaue, zeigt Dir das Blog Connektar.de – > http://www.connektar.de/blog/haben-sie-einen-social-media-newsroom/

 

 

Das Schreiben für das Internet könnte man auch als „hybrides“ Texten bezeichnen. Ein Content- und Text-Verantwortlicher muss im Online-Bereich zwei Zielgruppen gleichzeitig bedienen: den User (Leser) und die Suchmaschinen. Dafür sind Fähigkeiten notwendig, die weit über das klassische Schreiben hinaus gehen. Genau deshalb sind Texter heute auch Online-Redakteure, SEO-Texter, Autoren und Webtexter ist immer der gleichen Bezeichnung. Im Grunde ist es jedoch egal, wie Aufgabe lautet, im Grunde geht es immer um den Texter, oder besser: Webtexter. Und Texter wissen, Textarbeit ist hartes Brot und zuallererst ein Handwerk, das man beherrschen muss.

 

 

Was sollte ein guter Webtexter können und wissen?

Freude an der deutschen Sprache, ein sicherer Umgang mit ihr und eine Prise Kreativität sind unstrittig die Basisqualifikationen eines jeden Texters. In Zeiten von SEO, KPIs und Co. muss ich jedoch auch Texte verfassen, die von Suchmaschinen und unterschiedlichen Personas „gemocht“ werden. Es ist also immer hilfreich, zu bestimmten Begriffen im Text eine Anzahl an Synonymen parat zu haben, die ich nachher als Schlagworte dem Text „mit auf den Weg“ geben kann. Wenn also ein Text mit einer bestimmten Intention geschrieben wird, denkt an eine „Synonym-Liste“ mit ähnlichen Begriffen, die sofort ins Auge fallen. (Schlagwolke/Tag-Cloud)

 

 

Ein Webtexter sollte natürlich eine Leidenschaft für das Thema mitbringen. Zudem sollte er auch ein wenig „Verkäufer“ in der Online-Welt sein, er muss ein Produkt und/oder einen Artikel in einem aktiven und aktivierenden Schreibstil an die Internet-Nutzer bringen. (Hilfreicher Gedanke: „Ich krieg´ dich, lieber User, weil ich deine Bedürfnisse kenne die passenden Argumente habe und auf die richtige Art und Weise mit Dir kommuniziere.„)

 

 

Zum Handwerk eines Webtexters gehört auch der korrekte Umgang mit Verlinkungen – Webtext=Hypertext

6 Gründe, warum Verlinkungen wichtig sind:

    – Links dienen als Navigations- und Orientierungshilfe für den Leser (Begriffe bei Wikipedia erklären lassen, …)
    – Links bieten dem User die Möglichkeit, weitere Informationen zum Thema zu erhalten oder auf ältere Berichte zuzugreifen
    – „Sprechende“ Links verstärken die Themenrelevanz zur verlinkten Seite. Zudem sind sie ein formales Stilmittel, um die Lesbarkeit des Textes zu verbessern
    – Thematisch passende Links geben der Seite eine höhere Relevanz für die entsprechenden Inhalte

    – Links können von externen Webseiten als „Anchor-Text“ übernommen werden

    – Links sind sozusagen die Adern, die das Blut in eine Webseite pumpen. Sie bieten Google mehr Transparenz und Struktur, denn sie erleichtern es dem Google-Bot, die Seite schnell zu verstehen und kennenzulernen.

 

 

 

 

Formeln und Modelle, die helfen

 

K.I.S.S. – Kiss bedeutet hier nicht, dass der Webtexter den User/Leser küssen soll, sondern ist eine zeitlose Texter-Regel, die besagt, dass er sich kurzfassen soll: K = keep, I = it, S = short, S = simple

 

 

AIDA-Formel

 

(Quelle: Projector.de)
(Quelle: Projector.de)
(Quelle: Aus dem Artikel: „Was ist Content Marketing“ von projector.de) – > http://www.projecter.de/blog/seo/was-ist-content-marketing-die-nutzerperspektive.html

 

 

Angelehnt an das Content Marketing lässt sich die klassische Werbeformel auch auf die Textarbeit anwenden:

 

Attention/Attraction: Bereits mit den ersten Worten ziehen wir den User in unseren Bann und sichern uns seine Aufmerksamkeit

 

Interest: Das Interesse für unser Angebot oder unser Thema muss sofort geweckt werden

 

Desire: Nachdem wir alle Vorteile kommuniziert, den „Mehrwert“ herausgearbeitet und das Thema ansprechend präsentiert haben, kann der Leser/User nicht mehr ander: Er will handeln (Klicken, kaufen, sich anmelden, buchen, etc…)

 

Action: Wir haben ihn!

 

 

Für unsere Textarbeit bedeutet das, dass wir mit starken, werblichen Begriffen arbeiten, Vorteile klar herausstellen, durch Worte verführen und den User mit einem eindeutigen Call-to-Action zum Handeln veranlassen.

 

 

 

Aufgabe: Bereite deine Pressemitteilungen (ProApe – SMINGO / Goldeimer) für folgende Plattformen auf: Social Media Newsroom (inkl. Teaser), Facebook-Post, Twitter-Post, XING-Post. Viel Erfolg!

 

 

 

 

 

 

Weiter geht´s mit 6.2 Corporate Content – Beiträge ins Netz stellen – CMS und mehr

 

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