alfatraining Lehrgangsinhalte Social Media Marketing Manager/-in – Was kann man mit Social Media erreichen. Und was nicht.

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Social Media Marketing Manager/-in

 

 

 

 

 

Was kann ich durch Social Media Aktivitäten erreichen? Und was kann ich nicht erreichen?

 

 

Marketing und Werbung haben sich durch den Einfluss des Internets enorm gewandelt, und viele Unternehmen, Firmen oder auch Agenturen sind noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen. Eine „Crossmediale Vernetzung“ der Marketingbotschaften zum Beispiel ist nicht nur für internationale Marken wichtig, auch kleine und mittlere Unternehmen können davon profitieren. Online-Marketing und Social Media ergänzen den klassischen Marketingmix und werden ganzheitlich gestaltet.

Unsere Aufgabe ist es, einen zukunftssicheren Marketingmix zu finden, mit dem wir den Erfolg erreichen, den wir im Unternehmen brauchen – oder wünschen.

 

Das Konsumverhalten in der heutigen Gesellschaft

Hat sich wirklich etwas geändert im Medienverhalten der heutigen Gesellschaft? Und wenn es so sein sollte, können wir uns diese Veränderungen durch crossmediale Vernetzung zu Nutze machen? ? Betrachten wir gemeinsam einige Statistiken, die ich für Euch zusammengestellt habe.

 

 

Fernsehen

 

Wenn wir zunächst einen Blick auf die tägliche Fernsehdauer in Deutschland werfen, stellen wir fest, dass es bei den konsumierten Minuten keine signifikante Veränderung gibt in den letzten Jahren. Menschen sitzen weiterhin im Durchschnitt 221 Minuten täglich vor dem Fernseher – 2014 waren das 13 Minuten mehr als 2007.

 

Statistik Fernsehdauer in D in Minuten pro Tag.
Statistik Fernsehdauer in D in Minuten pro Tag.
Diese Statistik zeigt die Entwicklung des Fernsehkonsums in Deutschland. Die durchschnittliche Sehdauer im Jahr 2016 blieb laut der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) mit 223 Minuten pro Tag gegenüber dem Vorjahreswert unverändert. 15 Jahre zuvor sahen die Deutschen täglich 192 Minuten fern. (Quelle AGF – Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung)[/caption]

 

Und nach Altersgruppen …

 

Statistik_Fernsehverhalten_Altersgruppen

 

 

Vor dem Hintergrund der Ergebnisse stellt sich die Frage, inwiefern Social Media im Unternehmensmarketingmix relevant ist. Anscheinend werden die alten Medien nicht grundsätzlich durch neue ersetzt. Zumindest nicht in der rasanten Geschwindigkeit, die wir vielleicht vermuten könnten.

Und doch sollten wir uns mit der Frage beschäftigen, was die Menschen beispielsweise tun, während sie Fernsehen konsumieren oder Radio hören. Ist es noch wie früher, als wir uns pünktlich um 20.00 Uhr vor dem Fernseher mit der Familie versammelten, aufmerksam die Nachrichten verfolgten und auf den Beginn des Abendfilms warteten? Wie viele von uns sitzen gleichzeitig auf dem Sofa – mit dem Smartphone oder Tablet auf dem Schoß?
Wir schenken nicht mehr einem einzigen Medium die volle Aufmerksamkeit, sondern wir surfen während des Fernsehens im Web, kaufen in Onlineshops, diskutieren vielleicht sogar in sozialen Netzwerken mit anderen über das, was im Fernsehen läuft.

Der Kampf um die Aufmerksamkeit ist heute noch viel stärker als früher. Oft verfolgen wir nur noch mit einem Ohr, was im Fernsehen läuft und sind gleichzeitig damit beschäftigt, Dinge über WhatsApp oder andere Medien zu diskutieren, gleichzeitig andere Sachen zu organisieren, etwas in die Wege zu leiten. Die Studie zu digitalen Nutzungstrends in der DACH-Region untersucht, wie sich unser Konsum über unterschiedliche Medien verteilt.

 

 

Die crossmediale Strategie im Marketingmix

 

Genau hier setzt das Prinzip der crossmedialen Strategie an. Es wird versucht, Botschaften über die unterschiedlichen Plattformen zu streuen, und zwar genau da, wo sich unsere Zielgruppe befindet. Damit wollen wir möglichst viel Aufmerksamkeit trotz der großen Angebotsvielfalt erlangen und die Kommunikation mit den Interessenten und Kunden über Social Media verlängern.

Die einseitige Kommunikation vom Sender zum Empfänger reicht nicht mehr aus. Der Empfänger ist es durch den Charakter von Web 2.0, Social Media und dem „Mitmachweb“ gewohnt, dass es weitergeht nach der Fernsehsendung, nach dem Radiobericht oder einem Artikel in der Zeitung. Der Konsument sucht gezielt nach einem Ort im Web, wo er seine Meinung sagen und auch die Meinungen anderer abholen kann. Wir möchten wissen, wie andere Menschen zu dem Thema stehen. Und genau dafür kann man Social Media sehr gut nutzen.

Viele Unternehmen haben das bereits erkannt und verbinden beispielsweise Botschaften, die über Werbung im Fernseher ausgestrahlt werden, mit Hashtags (Schlagwörter, über die sich die Online-Community zu einem Thema online findet und unterhalten kann).

Auch bei den Nachrichtensendungen von ARD und ZDF bekommen wir die Anzeige eingeblendet, dass wir zu den Themen auf den Social-Media-Plattformen mitdiskutieren können. Aus den klassischen Medien heraus werden wir auf zahlreiche Angebote in der Onlinewelt verwiesen – die crossmediale Vernetzung wird immer selbstverständlicher.

 
 

Fazit
 

Das Fernsehgerät an sich wird heute zwar noch weiterhin so genutzt wie vor acht Jahren, aber es stellt sich die Frage, ob es noch in der gleichen Art und Weise genutzt wird wie früher. Da erwarten wir noch eine ganz andere Entwicklung in den nächsten Jahren, denn zusätzlich gibt es schon ein gutes Angebot von den Onlinebibliotheken für Filme, Sendungen, Serien.

Für viele Social-Media-Nutzer reicht allein das, was im Fernsehen ausgestrahlt wird, nicht mehr aus. Es fehlt der Bezug zu den Reaktionen anderer Menschen. Wir möchten gleich mitdiskutieren und uns mit anderen über die Eindrücke unterhalten. Es fehlt die persönliche Note, wenn man passiv die Inhalte konsumiert.

Wie reagieren die Menschen auf das, was sie im Fernsehen sehen? In Online-Diskussionsrunden bekommt man die Meinungen anderer mit, kann sich einbringen und zusätzlichen Input erhalten. Wenn Sendungen einfach nur ausgestrahlt werden und man einfach nur empfangen kann, befriedigt das nicht mehr. Vielen Menschen wird diese passive Rolle des reinen Konsumenten immer fremder. Wir sind überzeugt: Nicht nur Social Business und Social Marketing, auch Social-TV wird die Zukunft sein.

 

 

Was kann man mit Social Media also vor dem Hintergrund eines veränderten Marketingmixes und eines unveränderten Medienkonsumes erreichen?

 

Inzwischen ist den meisten Unternehmen klar, dass es an der Kommunikation via Social Media kein Vorbeikommen mehr gibt. 73 Prozent nutzen sie deshalb. (Quelle: Haufe Mediengruppe)

    • Steigerung der Markenbekanntheit (Social Branding)

    • Verbesserung des Marken-Images (Online Reputation)
    • Kundenakquise und Umsatzsteigerung (Social Sales)
    • Steigerung der Besucherzahlen auf Webseiten
    • Verbesserung der Suchmaschinenergebnisse (SEO, Socialindex)
    • Verbesserung von Service und Support
    • Produktentwicklung mit der Community (Crowd Sourcing)
    • Innovationen für neue Produkte

    • Positionierung als Arbeitgebermarke

    • neue Mitarbeiter gewinnen
    • Marktforschung
    • Verbesserung von bestehenden Produkten

 

 


Was kann Social Media NICHT leisten?

 

Social Media Marketing kann nicht:

 

– Interne und externe Kommunikationssysteme ersetzen (Datenschutz?)

– Umsatz steigern in einem kurzen Zeitraum

– Kundenkontakt ersetzen

– Image des Unternehmens grundlegend verändern

– Traditionelle Verkaufskanäle ersetzen

– Komplette Zielgruppe erreichen

– Unternehmens-/Agentur-/Vereinsseiten überflüssig machen

– Insolvenzen abwenden

Weitere interessante Ideen, was Social Media Marketing nicht kann, findet Du bei Christian Müller auf Social-PR.

 

 

Dazu noch eine sehenswerte Slideshare-Präsentation von Mirko Lange von talkabout aus dem Jahr 2010.

 

 

Welche Probleme sehen Unternehmer?

 

Probleme_SoMeMa_Unternehmer

 

 

 

Dazu ein empfehlenswertes Video von einem Vortrag von Matthias Schulze aus Hannover:

 

 

 

 

Weiter geht´s zu 3.5 Die Psychologie hinter Social-Media

 

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