Schwarz-Rot streicht Eigenheimzulage

Berlin – Die meisten haben es geahnt: Nun also doch harte Zeiten für Häuslebauer. Künftig müssen Bauherren ohne die Eigenheimzulage auskommen. Die Bundesregierung hat die Subvention im Zuge des Programms zur Haushaltssanierung gestrichen. Das Bundeskabinett hat die Abschaffung der Eigenheimzulage zum 1. Januar 2006 beschlossen. Angesichts deutlich gefallener Finanzierungs- und Baukosten sei diese staatliche Förderung entbehrlich geworden, erklärte Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee nach einer Kabinettsitzung in Berlin. Wer jetzt bereits nach geltendem Recht Eigenheimzulage bekommt, erhält diese auch weiter bis zum Ende des Förderzeitraums. Nach dem Stichtag 1. Januar werden lediglich „Neufälle“ nicht mehr berücksichtigt. Dem Fiskus bringt die Streichung nach einer Übergangszeit von wenigen Jahren Einsparungen von rund sechs Milliarden Euro jährlich. Das Geld wird zur Sanierung der maroden Staatsfinanzen dringend gebraucht.

Das Baugewerbe schlägt natürlich Alarm. Wer nun noch quasi in letzter Minute in den Genuss der staatlichen Förderung kommen will, muss sich sputen. Wie das Bundesfinanzministerium erläuterte, haben Bauherren, die vor dem 1. Januar mit der „Herstellung“ beginnen, und Käufer, die vor dem 1. Januar den notariellen Kaufvertrag abschließen, noch Anspruch auf die Zulage nach den alten Regelungen. Als Beginn der „Herstellung“ gilt bei Objekten, für die eine Baugenehmigung erforderlich ist, der Tag, an dem der Bauantrag gestellt wird. Sind nur die Bauunterlagen einzureichen, also etwa eine Bauanzeige, gilt dieser Zeitpunkt. Ist weder ein Bauantrag noch eine Anzeige erforderlich, ist der Tag maßgebend, an dem die Bauarbeiten beginnen.

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