Chancen im Web 2.0 für die “Best Ager”

Szene aus dem Fachvortrag Neue Möglichkeiten im Internet im Rahmen der Netzwoche bei der Volksbank Ochtrup.

Fachvortrag im Rahmen der Netzwoche bei der Volksbank Ochtrup (Photo: C.Gertz)

Die mittlerweile nicht mehr ganz so neuen Kommunikations-Möglichkeiten im Internet wie Facebook, Twitter, XING und Co. stoßen nicht in allen Altersgruppen auf breite Zustimmung. Diese Erfahrung mache ich immer wieder in meinen Schulungen und Vorträgen. Obwohl beispielsweise bei Facebook die Altersgruppe ab 45 Jahren zur Zeit die größten Steigerungsraten hat, verbindet die nächst höhere Altersgruppe der sogenannten “Best Ager” die neuen Möglichkeiten weniger mit Chancen und Möglichkeiten sondern (noch) viel mehr mit Gefahren, Datenschutz, Cybermobbing und Datenklau, sprich “Phishing”.

“Typisch Deutsch” könnte man meinen. Dass die Skepsis zwar in vielen Fällen berechtigt ist, dennoch mehr Vorteile und Chancen für jede Altersgruppe in den Web 2.0 Portalen stecken, darauf durfte ich in einem Fachvortrag am gestrigen Dienstagabend im Rahmen einer “Netzwoche” aufmerksam machen. Die Netzwoche zum Thema “Neue Möglichkeiten im Internet – Chancen und Risiken” wurde (parallel zur CeBIT in Hannover) von der Volksbank Ochtrup initiiert. Eine tolle und wichtige Idee. Auch, weil verschiedene Altersgruppen (und Kunden der Volksbank) angesprochen werden und weil es immer noch mehr offene Fragen als Antworten zu diesem Themenkomplex gibt. Danke für die Einladung. Mehr dazu finden Sie auf der Seite der Volksbank Ochtrup, ihre Ansprechpartnerin ist Melina Schnieders.

VHS Münster bleibt im Aegidiimarkt

Ob es an den wenigen Sonnenstrahlen lag, die tagsüber immer wieder durch die Wolkendecke über Münster stachen? Oder gar an den “angenehmen” Temperaturen von bis zu 11 Grad Celsius? Wie auch immer, aus ganz besonderem Interesse freue ich mich über die (einstimmige) Entscheidung des Ausschusses für Schule und Weiterbildung der Stadt Münster, die Volkshochschule bis mindestens 2016 im Aegidiimarkt beheimatet zu lassen. Diese Entscheidung fiel am gestrigen Donnerstagabend. Und damit nach dem Wegfall der Räumlichkeiten am VHS-Standort Katthagen ausreichend Platz für die Kurse aus dem reichhaltigen Angebot bleibt, wird das ehemalige Geschäftslokal des Ausrüsters “Kettner” angemietet und umgebaut. Das berichtet die Münstersche Zeitung in der heutigen Ausgabe.

Dieser Entscheidung war ein wochenlanger Streit vorausgegangen, in dem auch über einen Neubau diskutiert wurde. Das äußere Klima hat demnach anscheinend am gestrigen Donnerstagabend das innere Klima beruhigt. Eine gute Entscheidung für die Kulturstadt Münster. Vor diesem Hintergrund freue ich mich noch mehr auf meinen Kurs für Seniorinnen/Senioren “Soziale Netzwerke wie Facebook nutzen“, der am 14. März 2013 beginnt. Und es sind noch wenige Plätze frei. Weitere Infos/Anmeldung dazu hier.

Neue Kurse “Facebook, Twitter und Co.”

Screenshot Social Media WorkshopDie neue Herausforderung ist die Digitalisierung unseres Lebens. Wir ahnen, dass es gravierende Veränderungen sein werden und ich sehe darin wesentlich mehr Chancen als Risiken.“ Mit diesen Worten wurde der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, Mathias Döpfner, im Jahre 2010 auf den Münchner Medientagen zitiert. Nur zwei Jahre später werden US-Präsidentschafts-Wahlkämpfe im World Wide Web entschieden, das so genannte “Social Screening” hält Einzug in unseren Fernsehalltag, 98 Prozent der deutschen Jugendlichen bis 24 Jahre haben ein Konto bei Facebook. Wie kann ich da den Anschluss halten? Was habe ich davon? Welchen Gefahren sind meine Tochter / mein Sohn damit ausgesetzt? Das alles und noch vieles mehr erfahren Sie in meinen Kursen, u.a. beim BWV Münster oder in der Volkshochschule Münster ab nächste Woche Donnerstag, 15.11.2012. Und es sind noch wenige Plätze frei! Ich freu´ mich darauf.

Ein Rekordsprung als Social-Media-Event

Wenn am heutigen Montag, nur ein Tag nach dem Rekordsprung von Felix Baumgartner aus 39 Kilomentern Höhe, auf den Pausenhöfen und in den Cafeterien über das gestrige Event gesprochen wird, werden viele nicht wissen worum es geht. Denn es soll angeblich (vor allem in Deutschland) noch einige wenige Menschen geben, die sich der sozial medialen Vernetzung komplett entziehen. Dabei hat der österreichische Getränkehersteller aus Salzburg, der den vierfachen Rekordversuch des Landsmannes unterstützte, komplett auf die Verbreitung via Social Media gesetzt. Das heißt, keine Exklusivverträge mit Fernsehstationen oder Verlagen. Keine Vermarktung auf den “herkömmlichen” Wegen der PR. War das ein Fehler? – Ganz klar: Nein! Das war sogar sehr clever.

[youtuber youtube='http://www.youtube.com/watch?v=FHtvDA0W34I'] Die umfangreich (medial) geplante Aktion hat gezeigt, dass die Produktion eines eigenen Contents noch immer die beste und effektivste Methode ist, Aufmerksamkeit in eigener Sache zu erzeugen. Beispielsweise veröffentlichte der Hauptsponsor direkt nach der Landung ein Photo des tollkühnen Extremsportlers auf Facebook. Natürlich auf der für das Event installierten Fanseite. In weniger als 40 Minuten wurde das Photo mehr als 29.000 Mal geteilt, es erhielt 216.000 “Gefällt mir” und über 10.000 Kommentare. Bis heute (Stand Montag 12:00 Uhr) hat die Seite mehr als 675.000 “Fans” und weitere 278.000 sprechen darüber. Social Media Marketing and Corporate Communction at it´s best!

Ad Nystrom, Social Media Red Bull Stratos Mission Control Center

Ad Nystrom, Red Bull Social Media: “My social media mission control is blowing up”.

Jede selbstorganisierte Aktion, sei es auch nur ein lustiges Video, sorgen für eine nachhaltige Steigerung der Unternehmens-Wahrnehmung. Die Werbereichweite und mediale Aufmerksamkeit, die der Getränke-Konzern aus Österreich für diese Unterstützung des angeblich 20 Millionen Euro teuren Extremfluges bekam, dürfte mehr als das zehnfache wert sein. Auf vielen weiteren verschiedenen Social Media-Netzwerken wurde der vierfache Rekordversuch live mitverfolgt und vor allem mitdiskutiert. So berichtet beispielsweise YouTube in seinem Firmenblog, dass der Live-Stream des Sprungs einen neuen Rekord auf Googles Video-Plattform aufstellte. In der Spitze sahen über acht Millionen Nutzer dem insgesamt fast zweieinhalb-stündigen Spektakel gespannt zu.

Ich selbst habe von dem Rekordversuch, natürlich, auf Twitter erfahren. Vor vier Wochen. Ich habe die Tweets der verantwortlichen Personen abonniert (Bsp Ad Nystrom) und wusste von den vorherigen Versuchen und von den Schwierigkeiten, die damit verbunden waren. Parallel zum Live-Stream auf Youtube habe ich dann am Abend den Sprung auf dem Smartphone, dem so genannten “2. Screen” kommentiert. Zusammen mit vielen tausenden anderen “Twitterern” auch. Durch die rasend schnelle Verbreitung schaffte es der Hashtag “Stratos”, so hieß die Mission, sofort auf Platz 1 der weltweiten Trendcharts auf Twitter. Und das mit großem Abstand. Mehr als andere Quellen geben die “Trending Topics” heutzutage darüber Aufschluss, was weltweit in den Medien diskutiert wird. Die Trending Topics sind nicht nur durch diesen Beleg meines Erachstens übrigens ein Muss für jeden Chefredakteur.

Natürlich kann nicht jedes Unternehmen einen waghalsigen Extremsportler an den Rand des Weltraums schicken. Auch wird nicht jedes Jahr ein Mann oder eine Frau auf die Idee kommen, aus einer Höhe von 37 Kilometern aus einer Kapsel zu springen. Doch auch kleinere Firmen können mit wenigen, geschickt eingesetzten Mitteln und vor allem mit eigenem Content für eine nachhaltige Steigerung der Unternehmens-Wahrnehmung sorgen. So hat beispielsweise der Online-Streaming-Kanal und Fernsehsender ServusTV ganz geschickt auf eine multimediale Berichterstattung sowie – Begleitung dieses Events gesetzt. Mit Erfolg. Rekordeinschaltquoten und Steigerung der Bekanntheit. Sollten mich meine Enkel in 40 Jahren fragen, wo ich den Sprung von Baumgartner aus seinem Helium-Ballon gesehen habe, dann bleibt mir zum Glück diese Antwort erspart: “Baumgartner? – Darüber habe ich zwei Tage später in der Zeitung gelesen.”

Was Sie schon immer über Twitter wissen wollten…

Portrait Tan Siok SiokAuf dem Filmfest in Oldenburg im letzten September bekam ich die Gelegenheit, einen tollen Dokumentarfilm über “das Phänomen Twitter” zu sehen. Jeder Filmbesucher, der einen eigenen Twitter-Account besitzt, durfte während der Vorstellung mit den Protagonisten im Film als auch mit der Filmemacherin live “chatten”. Ein großer Spaß! Das Projekt, das sich “Twittamentary” nennt, fand ich so interessant, dass ich einen Tag später ein langes Interview mit der südkoreanischen Filmemacherin geführt habe. Im Anschluss an die Vorführung in Oldenburg ist Tan Siok Siok mit ihrem Film um die Welt gereist. Und seit gestern ist der Film auch online im Netz abrufbar – gegen eine kleine Spende. Jeder, der Lust hat, mal zu twittern oder mehr über Twitter erfahren möchte, dem empfehle ich die 64minütigen Dokumentation, die Du dir hier ansehen kannst.