Sprinterausbau – Folge 9

Mercedes Sprinter in Frankreich

Mercedes Sprinter in Frankreich

Münster / Südfrankreich – Die letzten offenen Baustellen im Sprinter haben wir auf die Zeit nach der Testfahrt verlegt. Die Zeit für Lampe, Dachausbau und Co. wurde etwas knapp. Dennoch waren die wichtigsten Bauteile “an Board” und Bruder und Freundin konnten rechtzeitig gen Süden zur Testfahrt aufbrechen. Die beiden haben neben dem sehr großen und vor allem schweren Vorzelt (Reimo, Bochum) sogar noch ihren alten Motorroller im Sprinter unterbringen können. Jetzt musste sich das Mobil im Einsatz bewähren. Da das Wetter hierzulande doch sehr zu wünschen übrig ließ, hatten sich die beiden für das Reiseziel Südfrankreich entschieden.
Mercedes Sprinter in Frankreich (Photo: N.Gertz)

Mercedes Sprinter in Frankreich (Photo: N.Gertz)

Über einen sehr guten Campingführer wurde ein idealer Stellplatz gesucht und nach über 1100 Kilometer auch gefunden. Die Maschine des 209D hatte zum Glück keine Probleme mit dem Gewicht und der Strecke. Der reparierte Motor hielt dicht und hatte am Ende der Reise lediglich 1 Liter Öl verloren. Als sehr gute Investition erwies sich der 12V/220V Kühlschrank von Waeco, der auf dem heißen Campingplatz Gold wert war. Auch über das Vorzelt freute sich die Crew. Lediglich an den Punkten: Gardinen, Hitze im Auto und Musik gab es Verbesserungsvorschläge. Diese werden wir noch vor Antritt unserer Reise umsetzen.

Sprinterausbau – Folge 8

Mercedes Sprinterausbau, Innenausbau, Gertz 23 (Photo: C. Gertz)

Mercedes Sprinterausbau, Innenausbau, Gertz 23 (Photo: C. Gertz)

Münster – Rechtzeitig vor Reiseantritt der ersten Testfahrt durch Bruder Nico und Freundin Tine konnten wir die Schlafelemente vom Polsterer abholen und im Auto testen. Das Material der Bezüge erfüllte perfekt unsere hohen Anforderungen. Auch die Breite der Elemente stimmte. Nach einer Liegeprobe stellte sich zudem heraus, dass auch die gewählte Dicke der Schaumstoffmatten von 8cm ausreicht, um für ausreichenden Schlafkomfort zu sorgen. Da hatte ich zuvor doch einige Bedenken.

Mercedes-Sprinterausbau 24 (Photo: C.Gertz)

Mercedes-Sprinterausbau 24 (Photo: C.Gertz)

Aber Fehlenanzeige! Auch diese Investition hat sich gelohnt. Weiter ging es mit dem Einbau des Küchenelements. Um keine zusätzlichen Tanks am oder unter dem Auto anbringen zu müssen, hatten wir uns im Vorfeld für die “Indoor-Variante” entschieden, also Frisch- und Abwassertank sollten unter der Spüle stehen bzw. liegen. Die Tanks hatten wir günstig bei einem Camping-/Caravanhändler in Osnabrück erstanden und danach das Küchenelement geplant. Die Breite der beiden Tanks sollte die Gesamtbreite des Schrankes ergeben. Und wie alle Teile im Auto sollte auch dieses Bauteil herausnehmbar sein.

Mercedes-Sprinterausbau 25 (Photo: C.Gertz)

Mercedes-Sprinterausbau 25 (Photo: C.Gertz)

Die einzig knifflige Aufgabe war die Beantwortung der Frage nach der Stabilität. Zum Einen sollten die Tanks herausnehmbar sein, es mussten also Öffnungen nach vorne und zur Seite vorhanden sein, zum anderen sollte man auf dem Schrank auch kochen können. Diese Frage beantwortete unser Schreiner. Für die Deckplatte nahm er eine alte Arbeitsplatte, in die die kleine Spüle hineingesetzt wurde. Zusammen mit einer Art “Halskrause” ringsum aus starkem Holz war so reichlich Stabilität vorhanden. Ich freue mich schon auf den ersten Kaffee. Doch bevor es soweit ist, gibt es noch drei, vier weitere Baustellen im Auto. Aber dazu mehr in der nächsten Folge.

Sprinterausbau – Folge 6

Mercedes-Sprinterausbau 15 (Photo: C.Gertz)

Mercedes-Sprinterausbau 15 (Photo: C.Gertz)

Münster – Wir bauen unseren Sprinter aus. Alles weitere dazu in diesem Blog. Die Außensteckdose wurde aufgeklebt. Jetzt konnte die frisch gestrichene Innenverkleidung angenietet werden. Dazu haben wir uns eine Popnietenpistole aus dem Verleih besorgt. Das Vernieten der Innenverkleidung ist zwar auch mit einer Popnietenzange möglich, dauert aber bei mindestens 25 Popnieten viel zu lange.
Mercedes-Sprinterausbau 16 (Photo: C.Gertz)

Mercedes-Sprinterausbau 16 (Photo: C.Gertz)

Die Popnietenpistole ist ein tolles Werkzeug: Die Stifte der Nieten werden in die Spitze der Pistole gesteckt. Dann werden die Nieten mit der Pistole in die vorgebohrten Löcher gepresst und “festgeschossen”. Das Vernieten der Verkleidung geht sehr schnell. Nur sollte hier darauf geachtet werden, dass sich die Verkleidung nicht “verzieht”. Also am besten hier zu zweit arbeiten. Nur so lässt sich ein falsches Vernieten der Verkleidung verhindern.
Mercedes-Sprinterausbau 17 (Photo: C.Gertz)

Mercedes-Sprinterausbau 17 (Photo: C.Gertz)

In die letzte Verkleidungswand hatten wir vor dem Anbringen ein Loch für die Innensteckdose geschnitten. Die Steckdose sollte auf einer bestimmten Höhe liegen, damit das Ein- und Austecken der Kabel, die nachher innen in die Steckdose kommen, nicht so schwer fällt. Außerdem sollte die Steckdose höher als die Sitzbank angebracht werden. Nachdem das Loch eingefräst war, konnte auch die letzte Verkleidung angenietet werden.
Mercedes-Sprinterausbau 18 (Photo: C.Gertz)

Mercedes-Sprinterausbau 18 (Photo: C.Gertz)

Und wer sich jetzt die Frage stellt, warum wir die Verkleidung nicht ganz einfach mit Schrauben befestigt haben? Dem gebe ich die ganz einfache Antwort: Aus ästhetischen Gründen. Ich habe leider keine passenden Plastikköpfe für die Karosserieschrauben gefunden, die eigentlich für die Verkleidung vorgesehen waren. Und “nackte” Karosserieschraubenköpfe auf einer weißen Verkleidung sehen unvorteilhaft aus. Deshalb haben wir uns für die Popnieten entschieden. Im nächsten Schritt mussten wir uns um das Seitenfenster und die Möbel kümmern. Dazu Weiteres in der nächsten Folge. –> Folge 7, hier…

Sprinterausbau – Folge 5

Mercedes Sprinterausbau 12

Sprinterausbau

Münster – Weil die Zeit bis zum ersten Reiseantritt drängt, musste die Schlagzahl erhöht werden. Jetzt musste es also Schlag auf Schlag gehen. Während die Möbel in ihre Form gebracht wurden und sowohl eine auf Wasser basierte Holzlasur sowie eine innere Dämmschicht (von Nina) erhielten, wollten wir in der Außenwand unbedingt noch einen 220 Volt Anschluss legen.

Mercedes Sprinterausbau

Sprinterausbau

Die passende Dose haben wir im Campinghandel bestellt und den passenden Aufsatz für die Bohrmaschine im Baumarkt besorgt. Als diese beiden wichtigen Utensilien und weitere Kabel und Klemmen vorhanden waren, zeichneten wir zunächst den Ausschnitt von außen auf die Außenwand auf. Innen hatten wir die Verkleidung an dieser Stelle weggelassen. Mit etwas Schmieröl auf dem Ring wurde eine perfekte Öffnung in der Außenwand für die Außensteckdose geschaffen.

Sprinterausbau14

Sprinterausbau

An dieser Stelle unbedingt, wie an allen anderen Bohr- oder sonstigen Schneidestellen im Auto, darauf achten, dass die “blanken” Kanten mit Lack übergepinselt werden, um eine spätere Rostbildung zu vermeiden! Zusätzliche zur vorhandenen Schaumstoffdichtung der Dose wurde anschließend die obere und vordere Kante der Dose von außen mit elastischem Silikon abgedichtet. Im Innern des Autos haben wir ein Kabel gelegt, weil die Innensteckdose im Gegensatz zur Außensteckdose nicht ganz so tief liegen sollte. Nachdem die Kabel verlegt waren, konnten wir das restliche Dämmmaterial verkleben und endlich die Innenverkleidung annieten. Das aber in der nächsten Folge. –> Folge 6, hier…

Sprinterausbau – Folge 4

Mercedes-Sprinterausbau, Sprinterausbau, Innenausbau Profi

Mercedes-Sprinterausbau, Sprinterausbau, Innenausbau Profi

Münster – Zur Erinnerung: Wir bauen unseren Sprinter aus! Die Schritte werden in diesem Blog schriftlich festgehalten. Ganz zu Beginn des Projektes musste erst einmal die Frage geklärt werden: Wer erledigt den Innenausbau? Preise wurden eingeholt, Telefonate geführt und Faxe verschickt. Die Preise für den Ausbau eines Sprinters bewegen sich von 3.500 Euro (Firma Flexebu) über 5.500 Euro (Firma Reimo in Bochum) bis hin zu 8.000 Euro plus X bei diversen anderen Anbietern. Da wir den Sprinter in Zukunft nach wie vor auch als Nutzfahrzeug bewegen wollen, entschieden wir uns für das flexible “Elemente-Modell” Marke Eigenbau. Dazu wurde eine Skizze angefertigt, in die wir verschiedene Elemente für die drei wichtigen Funktionen eines Campingmobils eingezeichnet haben: Schlafen, Kochen und Stauraum. Unser Sprinter sollte demnach tragbare Elemente aus Holz erhalten, die leicht herausnehmbar sein sollten aber dennoch genug Stabilität bieten, um die drei wichtigen Funktionen bereitstellen zu können.
Mercedes-Sprinterausbau, Sprinterausbau, Innenausbau Gertz (Photo: C.Gertz)

Mercedes-Sprinterausbau, Sprinterausbau, Innenausbau Gertz (Photo: C.Gertz)

In einem Holzhandel besorgten wir uns 2,44 x 1,25m große und 18 Millimeter dicke Bootsbau-Sperrholzplatten, mit denen wir die stabilen aber leichten Konstruktionen herstellen wollten. Ein befreundeter Schreiner half uns bei der Herstellung von insgesamt 5 Holzelementen. Denn das Erstellen von passgenauen Möbeln (Achtung: Radkastenausschnitt!) ist ohne eine Formatkreissäge nur schwer möglich. Hier unser Vorschlag einer Inneneinrichtung: 1. Stützschrank links 2 m lang, 0,45 m breit 0,45 m hoch; 2. Stützschrank rechts 1,20 Meter lang, 0,45 m breit; 3. Batteriekasten links 0,47×0,45 m BxL und 0,45 m hoch; 4. Vorzeltkasten Mitte zum Stabilisieren der Bettkonstruktion 1,10 m lang, 0,45 m breit und 0,45 m hoch und schließlich 5. eine Koch-Waschkombination 1,20 m lang, 0,45 m breit und 0,90 m hoch. Parallel zur Herstellung der herausnehmbaren Elemente wurde weiter an der Dämmung gearbeitet. Dazu Näheres in der nächsten Folge. –> Folge 5, hier..