Warum ich nicht über die Elternzeit gebloggt habe

Geteiltes Mutterglück. Kerstin Beer in der "c´t" (04/2013)

Geteiltes Mutterglück. Kerstin Beer in der “c´t” (04/2013)

Unser erstes Kind, ein Sohn, ich nenne ihn hier mal “Max”, kommt am 21. April 2012 zur Welt. Meine Frau ist Lehrerin, ich arbeite als freiberuflicher Journalist, Berater und Dozent. Da wir beide aus “klassischen” Familienverhältnissen kommen, also Vater Hautpversorger, Mutter Hausfrau, wurde das Partnerschaftsmodell bereits lange vor der Geburt neu ausgehandelt. Denn recht früh war für uns klar, dass wir beide vor allem in den ersten Jahren viel mehr Zeit mit unserem Sohn verbringen wollten bzw. sollten als unser jeweiliger Vater mit uns. Sprich von null auf mindestens fünfzig Prozent. Die ersten zwölf Monate hat meine Frau unser kleines Zuhause mit unserem Sohn beansprucht, die nächsten vier Monate bis zur Tagesmutter wollte ich bei meinem Sohn sein. Eine tolle Vorstellung. Und warum diese Zeit nicht gleich mit einem Blog begleiten? Das machen andere doch auch? Doch dann kam alles ganz anders…

Bereits vor der Geburt unseres Kindes habe ich zahlreiche Blogs an-/gelesen und mich auf Ratgeber-Seiten getummelt. Etliche Bücher und Ratgeber, die man noch in den Händen halten kann, füllten unsere Regale. Das kennen viele andere Eltern wohl auch. Doch dann diese Fragen: Wo haben die nur alle die Zeit für´s “Nebenherschreiben” her? Schreiben in den Schlafpausen? Oder noch am Abend nach dem Zu-Bett-bringen? Stets gab es zudem dieses Unbehagen. Was ist, wenn mein Sohn lesen kann? Wenn er erst in der Schule ist und von seinen Freunden und/oder Mitschülern auf die Erlebnisse und Eindrücke seines Vaters angesprochen wird? Das Internet vergisst nie! Diese Worte kamen mir immer wieder in den Sinn.

Schlafentzug, volle Windeleimer oder die ersten Schritte als Foto-Story für die Öffentlichkeit? Klingt furchtbar. Das wollte ich mir, meinem Sohn und meinem Facebook-Profil sowie vor allem meinen Freunden nicht antun. Den letzten Kick gab dann ein sehr lesenswertes Editorial von einer Redakteurin der geschätzten “c´t” aus Hannover (siehe Bild oben). Ihre Worte setzten ein Stopp-Schild vor meine “Blog-Pläne”. Eine gute Entscheidung. Keine Präsentation von unschuldigen Online-Opfern, die sich nicht wehren können. Und ich bin bis heute froh über jede Frage, über jedes Staunen, über jede Hilfestellung aus dem Freundeskreis, das bzw. die nicht schon im Vorfeld über einen Blog abgearbeitet wurde. Und mein Sohn wird es mir danken. Da bin ich mir sicher!

Texterstellung, Beratung, Lektorat

Hervorgehoben

Christian GertzWorte verändern. Wirken. – Wie ich etwas lese und vor allem was ich dann lese, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Erwartungshaltung auf der Senderseite ist oft größer als der Erfahrungshorizont auf Empfängerseite. Die Ansprache misslingt. Das muss nicht sein.

Meine Aufgabe ist es, komplexe Sachverhalte mit einfachen, leicht verständlichen Worten zu beschreiben. Auf den unterschiedlichsten Wegen und Plattformen. Unterhaltsam, kompetent und eloquent. In Form einer Pressemitteilung, eines Artikels, einer Rezension oder eines Vortrages. Gerne kümmere ich mich auch um ihr Anliegen oder um ihren Content. Damit die Ansprache gelingt.

Chancen im Web 2.0 für die “Best Ager”

Szene aus dem Fachvortrag Neue Möglichkeiten im Internet im Rahmen der Netzwoche bei der Volksbank Ochtrup.

Fachvortrag im Rahmen der Netzwoche bei der Volksbank Ochtrup (Photo: C.Gertz)

Die mittlerweile nicht mehr ganz so neuen Kommunikations-Möglichkeiten im Internet wie Facebook, Twitter, XING und Co. stoßen nicht in allen Altersgruppen auf breite Zustimmung. Diese Erfahrung mache ich immer wieder in meinen Schulungen und Vorträgen. Obwohl beispielsweise bei Facebook die Altersgruppe ab 45 Jahren zur Zeit die größten Steigerungsraten hat, verbindet die nächst höhere Altersgruppe der sogenannten “Best Ager” die neuen Möglichkeiten weniger mit Chancen und Möglichkeiten sondern (noch) viel mehr mit Gefahren, Datenschutz, Cybermobbing und Datenklau, sprich “Phishing”.

“Typisch Deutsch” könnte man meinen. Dass die Skepsis zwar in vielen Fällen berechtigt ist, dennoch mehr Vorteile und Chancen für jede Altersgruppe in den Web 2.0 Portalen stecken, darauf durfte ich in einem Fachvortrag am gestrigen Dienstagabend im Rahmen einer “Netzwoche” aufmerksam machen. Die Netzwoche zum Thema “Neue Möglichkeiten im Internet – Chancen und Risiken” wurde (parallel zur CeBIT in Hannover) von der Volksbank Ochtrup initiiert. Eine tolle und wichtige Idee. Auch, weil verschiedene Altersgruppen (und Kunden der Volksbank) angesprochen werden und weil es immer noch mehr offene Fragen als Antworten zu diesem Themenkomplex gibt. Danke für die Einladung. Mehr dazu finden Sie auf der Seite der Volksbank Ochtrup, ihre Ansprechpartnerin ist Melina Schnieders.

Wir müssen zu Facebook!

FB LogoFacebook ist das führende Soziale Netzwerk in 127 von 137 Staaten. Facebook hat aktuell 1 Milliarde aktive Nutzer weltweit. 58 Prozent davon loggen sich täglich bei Facebook ein. 600 Millionen nutzen Facebook auch mobil. Allein in Deutschland hat Facebook 25 Millionen angemeldete User. 83 Prozent der 14- bis 34-jährigen sind jeden Tag auf Facebook aktiv. Das sind die Zahlen. Täglich werden Inhalte in den Sozialen Netzwerken von Nutzern selbst erzeugt. Somit werden Kaufentscheidungen und Imagewerte von Unternehmen in zunehmendem Maße von Konsumenten beeinflusst. Das ist die Realität. Für viele Firmen hat der Auftritt bei Facebook einen ökonomischen Mehrwert (für die europäische Wirtschaft beträgt der Mehrwert 15,3 Milliarden Euro) NICHT mitreden können, das wollen die meisten vermeiden und melden sich bei Facebook an. Verständlich, dass viele Geschäftsführer/innen, PR- und Marketingvorstände derzeit laut schreien: Wir müssen zu Facebook!

Doch was passiert, wenn ein Konto oder eine Fanseite bei Facebook das erste und vielleicht einzige Social Media Marketing Instrument bleibt? Wie gehe ich damit um, wenn meine Kunden in den direkten Dialog mit meinem Unternehmen / meiner Agentur / meinem Geschäft treten – über die Sozialen Netzwerke? Nicht nur Dell, HP, die Deutsche Bahn, Vodafone, die Telekom oder die Münstersche Zeitung haben die bittere Erfahrung machen müssen, dass ein Schnellschuss, wie zum Beispiel die Weiterleitung von Pressemitteilungen und/oder rss-Nachrichten aus der PR- oder Marketing-Abteilung, der absolut falsche Weg ist, um mit einem Auftritt bei Facebook das Feld des Social Media Marketings “zu beackern”. Den meisten ist nicht klar, dass es einer Strategie und somit einer längeren Planung bedarf, um über den Weg der Social Media mit den Kunden zu kommunizieren. Die Basis von Social Media Aktivitäten ist die Kommunikation. Und Social Media ist kein “Allheilmittel”. Social Media basiert auf drei Säulen: Social Media Culture – Social Media Relations – Social Media Marketing. Was damit gemeint ist und wie eine Strategie aussehen kann, das erkläre ich Ihnen gerne in einem meiner Seminare (siehe Kalender rechts) – oder auch vor Ort. Damit der Schnellschuss nicht zum Marketing-Desaster wird.

Safer Internet Day 2013

Logo Safer Internet Day 2013Das Internet und seine digitalen Netze sind längst essentiell. Egal ob in der Industrie, bei Behörden, für Journalisten, Berater oder für Privatpersonen, ohne “Online” geht meistens nichts. Doch das Internet ist wie ein öffentlicher Platz. Man kann sich dieses “World Wide Web” durchaus wie einen großen Marktplatz oder eine riesige Einkaufshalle vorstellen. Genau deshalb ist das Netz zu einer kritischen Infrastruktur geworden, die zwar nicht ohne Risiken aber für die moderne Zivilisation mittlerweile auch fast so wichtig ist, wie die Versorgung mit Strom und Wasser. Also, sichern Sie ihre Daten, lassen Sie nichts online liegen! Veröffentlichen Sie keine Passwörter, ihre Steuererklärung oder sonstigen privaten Dinge. Im Internet findet sich alles (wieder). Lebenslänglich. Und darüber hinaus. Eine schöne Ansprache zum heutigen Safer Internet Day hat die EU-Kommissarin für Digitale Agenda, Neelie Kroes, online gestellt. In Ihrer Video-Botschaft zum Safer Internet Day 2013 stellt sie noch einmal den großen Stellenwert einer verantwortungsvollen Internetnutzung heraus. Falls gewünscht, gebe ich gerne Tipps für den sicheren Umgang mit privaten Daten, auch und besonders in den Sozialen Netzwerken. Besuchen Sie einfach einen meiner Kurse (siehe Kalender rechts!) oder vereinbaren Sie einen Termin.

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