Was Sie schon immer über Twitter wissen wollten…

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Auf dem Filmfest in Oldenburg im letzten September bekam ich die Gelegenheit, einen tollen Dokumentarfilm über „das Phänomen Twitter“ zu sehen. Jeder Filmbesucher, der einen eigenen Twitter-Account besitzt, durfte während der Vorstellung mit den Protagonisten im Film als auch mit der Filmemacherin live „chatten“. Ein großer Spaß! Das Projekt, das sich „Twittamentary“ nennt, fand ich so interessant, dass ich einen Tag später ein langes Interview mit der südkoreanischen Filmemacherin geführt habe. Im Anschluss an die Vorführung in Oldenburg ist Tan Siok Siok mit ihrem Film um die Welt gereist. Und seit gestern ist der Film auch online im Netz abrufbar […]

Kinderidylle, Arbeitswelt, Spreewald – Meine Filme vom Wochenende #15 2012

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Abwechslungsreicher kann Kino kaum sein. Ein Ausflug in den Süden Frankreichs des Jahres 1944 und später ein Rundgang durch die Büros und Kaffee-Ecken einiger Hamburger Firmen und Agenturen. Dazu am nächsten Tag ein Blick in ein französisches Hafenidyll auf einer Großbildleinwand und am nächsten Abend die Reise in den Spreewald im TV. Aber der Reihe nach. Die gedankliche Odyssee startete mit Christophe Barratier („Die Kinder des Monsieur Matthieu“) und seinem „Krieg der Knöpfe„. Die x-te Verfilmung des Kinderbuches von Louis Pergaud hat mich nicht wirklich überzeugen können. Die Geschichte zweier Kinderbanden aus den Dörfern Velrans und Longeverde wurde von 1912 […]

Versext, verzaubert und verliebt – Meine Filme vom Wochenende #14 2012

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Bevor es schon wieder in eine neue Kinowoche geht, will ich an dieser Stelle (mit etwas Verspätung) schnell noch meine Kritiken zu meinen letzten Filmbesuchen loswerden. Denn diese neuen Filme hatten es in sich. Zusammen mit meiner Frau hatte ich mich sehr auf einen Besuch der Neuauflage von James Camerons „Titanic“ gefreut. 15 Jahre nach seinem Mega-Erfolg, brachte Cameron pünktlich zum 100. Jahrestag des wohl bekanntesten Schiffsunglücks der Geschichte seine parallel erzählte Liebesgeschichte zwischen Rose (Kate Winslet) und Jack (Leonardo DiCaprio) erneut auf die Leinwände – aufbereitet in 3D. Während die einen von „Geldschneiderei“ (ARD) sprechen, boten mir die (wenigen) […]

Bösartig, intrigant und kämpferisch – meine Filme vom Wochenende

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Tiere kennen keine Intrigen. Wie angenehm war da die Vorpremiere der sehenswerten BBC Earth Dokumentation „Unser Leben“ nach einigen filmischen Enttäuschungen und einer ausgiebig gefeierten Geburtstagsparty mit alten Studenten-Kollegen am Morgen nach der langen Nacht. Aber der Reihe nach. Auf einen Film hatte ich mich besonders gefreut: auf Steven Soderberghs Star-besetzte Agentenhatz „Haywire„. Michael Douglas, Antonio Banderas, Ewan McGregor, allein die Namen versprechen hochkarätiges Unterhaltungskino. Und was passiert? Obwohl die Hauptdarstellerin, Gina Carano, eine Multi-Martial-Arts-Expertin, hübsch anzuschauen ist, ist der Film mit ihr (übrigens noch vor „Contagion“ entstanden) nicht mehr als eine lustlos und unmissverständlich verschachtelt inszenierte kleine Fingerübung eines […]

Zack Snyders Sucker Punch

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Noch während des Abspanns gibt es eine schöne Szene: Der Bösewicht des Films tanzt mit seiner „Ausführungsgehilfin“ und singt eine Varieté-Nummer über die Liebe. Was wollte der Regisseur mit dieser Szene sagen? War doch alles nicht so gemeint? Als der Abspann weiter läuft, fängt das Publikum im nahezu vollbesetzten Saal an zu lachen. Doch es lacht nicht aus Begeisterung oder gar aus Bewunderung, es ist abwertendes Lachen, im Zusammenspiel mit Kopfschütteln. Was ist geschehen? Warner Bros. hat in deutschlandweiten Vorführungen vier Tage vor dem Filmstart der Presse den neuen Film von Zack Snyder gezeigt. „Sucker Punch“ heißt er. Kurz zusammengefasst, […]

Mein Filmtipp: Julie Bertucellis „The Tree“

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Life is a force of nature. Wenn es um Tod und Trauerbewältigung in Spielfilmen geht, bedarf es eines zurückhaltenden Gestus. Zu viele Regisseure tappen allzu gerne in die Esoterik-Kitsch-Falle. Zuletzt der große Peter Jackson mit seinem Flop „The Lovely Bones“ (2009) oder einige Jahre zuvor Vincent Ward mit seinem Rührstück „What Dreams may come“ (Hinter dem Horizont, 1998). Für ihren zweiten Spielfilm hat sich die Französin Julie Bertucelli ausgerechnet den Judy Pascoe Bestseller „Our Father who Art in the Tree“, der auf Deutsch den banalen Titel „Erzähl mir, großer Baum“ trägt, ausgesucht. Es ist die Erzählung einer Achtjährigen, die den […]

Kommentar zur 83. Oscar-Verleihung

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Welcher Vokabeln bedient man sich für die größte Show der Welt? Für die Mutter aller Showevents? Die Preisverleihung, die von über 1 Milliarde Menschen weltweit verfolgt wird? Auch die 83te Verleihung der Academy Awards wurde, wie jedes Jahr, generalstabsmäßig von Drehbuchautoren (Bruce Vilanch) und Regisseuren geplant. Der Ablauf ist sekundengenau vorbereitet, zahlreiche Helfer sorgen für eine reibungslose Abwicklung mit militärischem Drill. Doch wo bleibt da die Kreativität, die Überraschung, die Besonderheit? Dafür war in diesem Jahr kein Platz. Wieder einmal. Der lapidare Satz: „Besondere Vorkommnisse keine“, trifft es für den 2011er Jahrgang wohl am besten. Selten sind in der Geschichte […]