Kultur

Theatertipp: „Buddenbrooks“ an den Städtischen Bühnen in Münster

Fassade Staedtische Buehnen Muenster Grosses HausImmer geht es nur um´s Geld. In Griechenland, in Südeuropa, in den Bankhäusern und an den Kassen dieser Welt. Über die (Schulden-)Last auf den Schultern kommender Generationen und deren Auswirkungen, darüber schrieb bereits der deutsche Literaturnobelpreisträger Thomas Mann zu Beginn des 20. Jahrhunderts in seinem Roman „Buddenbrooks“. Der Verfall der Kaufmannsfamilie Buddenbrook aus Lübeck vollzieht im Kleinen, wie schwer Rüstzeug für kommende Generationen wiegen kann. Der Dramaturg John von Düffel aus Göttingen (Jahrgang 1966) hat aus Manns knapp 800 Seiten umspannenden Roman eine Theaterfassung geformt. Das geht natürlich nicht ohne Weglassen. Von Düffel konzentrierte sich auf den Weg der Kinder Thomas, Tony und Christian Buddenbrook.

Nach der Premiere am Thalia Theater in Hamburg 2005 wanderte das Stück über zahlreiche Bühnen und durch viele Städte. In der Spielzeit 2011/2012 ist es auch an den Städtischen Bühnen in Münster zu sehen. Ein besonderes Stück in einer besonderen Spielzeit. Denn zu Beginn der nächsten Spielzeit wird es in Münster einen Intendantenwechsel geben. Vieles wird sich ändern. Ich drücke dem hervorragenden Ensemble in Münster die Daumen. Hoffentlich ist dann nicht nur alles Gold bzw. Geld, was glänzt. Hier meine Kritik zur „Buddenbrooks“-Inszenierung von Tobias Lenel im Großen Haus der Städtischen Bühnen in Münster auf mehrtheater.de. Weitere Aufführungen finden statt am 10.12. und am 16.12.. Karten können auch online bestellt werden. Vielleicht ein schönes Geschenk für den Adventskalender?

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