Kultur

LIKE CRAZY ist der beste Film beim Sundance Film Festival

Sundance Film Festival
Cinema at Sundance Film Festival (Photo: sundance.org)

Sundance ist das welweit größte Filmfestival für unabhängig produzierte Filme. 1981 hatte Robert Redford den Vorsitz für das kleine Festival in Park City übernommen und es nach seiner Lieblingsrolle in „Butch Cassidy and the Sundance Kid“ benannt. Der Gewinner des Vorjahres, „Winter`s Bone“ (siehe Kritik auf mehrfilm.de), ist in diesem Jahr sogar im Oscar-Rennen in der Kategorie „Bester Film“. Und wie in den letzten Jahren, fand die Preisverleihung in 2011 nur wenige Wochen vor der Oscar-Verleihung statt, am letzten Januar-Sonntag. Bei der diesjährigen Preisverleihung in Park City erhielt Drake Doremus` „Like Crazy“ den Großen Preis der Jury in der Spielfilmkategorie. Nur wenige Stunden nach der begeisterten Publikumsvorführung hat Paramount die romantische Komödie für 4 Mio. US-Dollar eingekauft und wird sie wohl in der zweiten Jahreshälte 2011 in ihr Verleihprogramm mit aufnehmen.

Szene Like Crazy Regisseur und Co-Drehbuchautor Drake Doremus berichtet in „Like Crazy“ über seine eigenen Erfahrungen als Student in L.A. (im Film: Anton Yelchin, bekannt aus „Star Trek“), der sich in die Londonerin Anna (Felicity Jones) verliebt, wohlwissend, welche Probleme bei Fernbeziehungen auftreten können. Hauptdarstellerin Felicity Jones wurde zudem für ihre Performance mit einem Sonderpreis der Jury gehrt.

Die gleiche Auszeichnung bei den Dokumentarfilmen ging an Peter D. Richardsons „How to Die in Oregon“ (ein Film über todkranke Patienten in Oregon – dem ersten US-Bundesstaat, der Sterbehilfe legalisiert hat). Die Jurypreise in der Kategorie World Cinema gingen an Anne Sewitskys norwegische Beziehungskomödie „Sykt Lykkelig“ („Happy, Happy“), in der Sparte Spielfilm und Danfung Dennis „Hell and Back Again“ in der Sparte Doku.

Als beste Regisseure wurden Sean Durkin für „Martha Marcy May Marlene“ (Spielfilm) und Jon Foy für „Resurrect Dead: The Mystery of the Toynbee Tiles“ (Doku) bzw. in der Kategorie World Cinema Paddy Considine für „Tyrannosaur“ (Spielfilm) und James Marsh für „Project Nim“ (Dokumentarfilm) ausgezeichnet.

Das Sundance-Publikum hat seine Preise an Maryam Keshavarz` „Circumstance“ (Spielfilm), Cindy Meehls „Buck“ (Doku), Alrick Browns „Kinyarwanda“ (World Cinema Spielfilm) und Asif Kapadias „Senna“ (World Cinema Dokumentarfilm) vergeben.

Insgesamt zog Festivalleiter John Cooper eine positive Bilanz der diesjährigen Sundance-Ausgabe: „Der Erfolg in Sundance kann an vielen Faktoren gemessen werden: den Besucherzahlen, den Sponsoren, den Filmeinkäufen, ja sogar dem Wetter. Aber letztlich geht es um die Filme selbst, ob sie gut angenommen werden. Werden sie beim Publikum so wahr genommen, dass die auch nach den zehn Festivaltagen noch im Blickfeld erscheinen.“
In Bezug auf den Vorjahressieger „Winter´s Bone“ darf man da auch in diesem Jahr große Hoffnungen haben.

Weitere Informationen unter www.Sundance.org

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.