Krawalle ge“blogt“

Frankreich. Was Weblogs nicht alles anrichten können! Wohl die wenigsten kennen die genauen Hintergründe für die Unruhen in Frankreich. Und recherchiert man ein wenig darüber im Internet, verwundert das Ergebnis. Solidarität war der erste Reflex des Blog bouna93.skyblog.com puttygen , nachdem vor zehn Tagen in Clichy-sous-Bois bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei zwei Jugendliche in einem Trafohäuschen ums Leben gekommen waren. „Im Gedenken an Bouna und Zihed“ lud das Blog zu Kommentaren ein, und Hunderte Beiträge sprechen von ihrer Trauer über zwei Jungen, die zu früh gestorben seien. „Wir lieben euch, möge eure Seele in Frieden ruhen, wir denken an euch“, heißt es.

Und kaum hatten die Unruhen nach dem Tod der beiden begonnen, reihten sich Solidaritätsbekundungen anderer Art in die Kommentarliste ein: „Danke, Clichy, Montfermeil ist mit euch“ oder „nur Mut Sevran, wir machen mit“, nachdem in diesen Orten die ersten nächtlichen Randale-Aktionen bekannt geworden waren. Erste Fotos tauchten auf von abgebrannten Autos, Polizisten auf der Jagd nach Gewalttätern – Prahlereien, die dem Netzwerk-Verwalter offenbar zu weit gingen: Das Blog bouns93.skyblog.com wurde prompt geschlossen, „weil es die Regeln nicht respektiert hat“. Und doch hatte hier alles seinen Anfang. Die weiteren Taten werden nun per SMS „verabredet“. Neue Technik, die nicht (mehr) begeistert. Wir bleiben am Ball. Mehr zu diesem aktuellen Thema in einem interessanten Spiegel-Beitrag.

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