Globales Umweltranking – Platz 22

Davos – Weltwirtschaftsgipfel. Neben den zahlreichen Gesprächen der Vertreter der großen Industriestaaten wurde in Davos auch etwas präsentiert. Zum Beispiel der globale Umweltindex 2006. Dies ist die Analyse zweier amerikanischer Universitäten (Yale und Columbia) über die ökologische Situation in 133 Staaten diese Welt. Bei der Analyse wurden 16 verschiedene Parameter berücksichtigt – von der Luft- und Wasserqualität über die Art der Energienutzung und die Menge des Kohlendioxid-Ausstoßes bis hin zur Artenvielfalt und der Bedeutung von umweltbedingten Krankheiten. Und wer jetzt dachte, Deutschland sei mit seinem Dualen System und seinem selbstauferlegten CO2-Reduzierungsprogramm als besonders umweltbewußtes Land ausgezeichnet worden, wurde bitter enttäuscht. Die Bundesrepublik landet nur auf Platz 22. Das ist von 133 untersuchten Ländern zwar immer noch oberes Mittelfeld, doch das heißt auch, dass Länder wie Österreich, Großbritannien und selbst Costa Rica noch vor „uns“ liegen. Der Grund für das unerwartet schlechte Abschneiden Deutschlands liegt unter anderem in der vergleichsweise geringen Artenvielfalt, war zu erfahren. Kritisiert wird auch die sehr starke Zersiedlung der Landschaft, die zusammenhängende Ökosysteme beinahe unmöglich mache. Da warten noch große Aufgaben auf die einzelnen Misterien Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft des Bundes.