Quo Vadis, SC Preussen Münster?

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Marc Fascher, Trainer des SCP
Foto: SC Preussen Münster

Angesprochen auf die gute Frühform ihrer Mannschaft zu Beginn einer Saison reagieren Fußballer, Trainer und Verantwortliche oftmals sehr reserviert bis hin zu verärgert. Fragen wie „Führt der Weg zur Meisterschaft nur über..“ oder „Ist die gute Form der Mannschaft nicht beängstigend?“ werden nicht selten mit schroffen Kommentaren wie „Ach, ihr von den Medien..“ oder „Den wievielten Spieltag haben wir heute?“ quittiert. Und mit was? Mit Recht. Vor, während oder nach den ersten fünf Spieltagen einen möglichen Saisonausklang herbeizureden, dürfte wohl nur den unerfahrensten Sportkommentatoren passieren. Im Fernsehen arbeiten diese „KollegInnen“ nicht selten für die Sendergruppe RTL und in Münster für die Münstersche Zeitung.

Trainer Marc Fascher vom Aufsteiger SC Preußen Münster reagiert auf solche oder ähnliche Fragen sehr gelassen. Das kann er auch.

Fußballstadion Osnabrück
Osnabrück gegen den SCP. (Foto: C. Gertz)

Der SCP liegt nach dem zehnten Spieltag in der dritten Liga auf dem fünften Tabellenplatz. Eine Überraschung? Nicht für Fascher. „Wenn wir als Mannschaft funktionieren, dann haben wir gegen jeden Gegner eine Chance„, lautet Faschers zentrale These. Ich bin da nicht so euphorisch. Vor allem die Begegnung in Osnabrück hat gezeigt, dass die Mannschaft in Drucksituationen sehr verhalten, ja geradezu ängstlich reagiert. Und die richtig schweren Gegner kommen erst noch. Spielte die Mannschaft zu Beginn der Saison vielleicht weit über ihrem Niveau? Das werden die nächsten Begegnungen zeigen.

Das große Glück der Preußen in dieser Saison 2011/2012 ist, dass die Liga sehr ausgeglichen ist. Bleibt zu hoffen, dass Spitzenkräfte wie Güvenisik, Patrick Kirsch, Clement Halet oder Ornatelli weitestgehend von Karten verschont und gesund bleiben. Dann können sie sich vielleicht wirklich im oberen Drittel der Tabelle behaupten. Und erst dann wird man vielleicht einmal nachfragen dürfen, wohin die Reise am Ende gehen könnte.

 

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